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Markenpositionierung: Der komplette Guide für KMU

Was Markenpositionierung wirklich bedeutet, warum sie entscheidend ist und wie du sie Schritt für Schritt entwickelst – mit Framework und Beispielen.

Markenpositionierung: Der komplette Guide für KMU

Was ist Markenpositionierung?

Markenpositionierung beschreibt den Platz, den deine Marke im Kopf deiner Zielgruppe einnimmt. Es geht nicht darum, was du über dich sagst – sondern darum, was Menschen über dich denken, wenn sie deinen Namen hören.

Eine klare Positionierung beantwortet drei Fragen:

  1. Für wen bist du da?
  2. Was macht dich anders?
  3. Warum sollte man dir vertrauen?

Warum Positionierung entscheidend ist

Ohne Positionierung bist du austauschbar. In einem Markt mit Dutzenden Webdesign-Agenturen, Branding-Studios und Digitalberatern entscheidet die Positionierung, wer den Zuschlag bekommt.

Messbare Vorteile:

  • Höhere Preise durchsetzen (du verkaufst Wert, nicht Stunden)
  • Kürzere Sales-Zyklen (Kunden verstehen sofort, wofür du stehst)
  • Stärkere Kundenbindung (emotionale Verbindung statt Preisvergleich)

Das Positionierungs-Framework in 5 Schritten

Schritt 1: Zielgruppe definieren

Nicht «alle KMU in der Schweiz», sondern spezifisch: Wer hat das Problem, das du löst? Welche Branche, welche Unternehmensgrösse, welche Entscheidungsträger?

Schritt 2: Wettbewerb analysieren

Schau dir an, wie sich deine Konkurrenz positioniert. Wo gibt es Lücken? Welche Versprechen werden inflationär genutzt – und welche fehlen komplett?

Schritt 3: Differenzierung finden

Dein Alleinstellungsmerkmal liegt selten im «Was» (alle bieten Webdesign an), sondern im «Wie» oder «Warum». Vielleicht ist es dein Branchenfokus, deine Methodik oder dein Ergebnis-Versprechen.

Schritt 4: Positioning Statement formulieren

Ein gutes Positioning Statement folgt dieser Struktur:

Für [Zielgruppe], die [Bedürfnis] hat, ist [Marke] die [Kategorie], die [Differenzierung] bietet – weil [Beweis].

Schritt 5: Konsistent umsetzen

Positionierung ist kein Dokument, das in der Schublade landet. Sie muss sich durch alles ziehen: Website-Texte, Social Media, Angebote, Kundengespräche.

Häufige Fehler bei der Markenpositionierung

  • Zu breit: «Wir machen alles für alle» positioniert gar nicht
  • Zu viel Fokus auf Features: Kunden kaufen Ergebnisse, nicht Leistungen
  • Kopieren statt differenzieren: Wenn du klingst wie alle anderen, bist du auch einer von vielen
  • Einmal und nie wieder: Positionierung muss mit dem Markt mitwachsen

Positionierung vs. Branding vs. Marketing

PositionierungBrandingMarketing
WasStrategische EntscheidungVisuelles & verbales SystemTaktische Umsetzung
WannZuerstDanachLaufend
Beispiel«Premium-Outdoor-Marke für die Schweiz»Logo, Farben, TonalitätKampagnen, SEO, Ads

Die Reihenfolge ist entscheidend: Erst positionieren, dann branden, dann vermarkten.

Wann solltest du deine Positionierung überarbeiten?

  • Du gewinnst Kunden, aber die falschen
  • Deine Preise stehen ständig unter Druck
  • Dein Team kann nicht in einem Satz erklären, wofür ihr steht
  • Ein Rebrand steht an

Fazit

Markenpositionierung ist kein kreativer Workshop-Output – es ist eine strategische Geschäftsentscheidung. Wer sie richtig macht, schafft die Grundlage für alles, was danach kommt: vom Logo bis zur Google-Ad.

Theorie gelesen. Jetzt umsetzen?

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