Zum Inhalt springen
3 min Lesezeit

Webflow vs. WordPress: Was lohnt sich für Schweizer KMU?

Ein ehrlicher Vergleich von Webflow und WordPress für KMU in der Schweiz – Kosten, Flexibilität, Performance und wann welches System passt.

Webflow vs. WordPress: Was lohnt sich für Schweizer KMU?

Warum diese Frage wichtig ist

Die Wahl des CMS ist eine der folgenreichsten Entscheidungen für ein KMU. Sie bestimmt laufende Kosten, Wartungsaufwand, Performance und wie schnell du auf Marktveränderungen reagieren kannst.

WordPress dominiert mit über 40% Marktanteil. Webflow wächst rasant – besonders bei Design-affinen Unternehmen und Agenturen. Aber welches System passt zu deinem Schweizer KMU?

Webflow: Stärken und Schwächen

Stärken

  • Visual Editor: Designer können direkt im Browser arbeiten – ohne Code
  • Hosting inklusive: Schnelles CDN, SSL, kein separater Hoster nötig
  • Performance: Sauberer Code-Output, schnelle Ladezeiten out of the box
  • Sicherheit: Keine Plugins, keine Updates, keine Sicherheitslücken
  • CMS integriert: Dynamische Inhalte ohne Plugins oder Custom Fields

Schwächen

  • E-Commerce limitiert: Für komplexe Shops (Varianten, Abo-Modelle) reicht es oft nicht
  • Vendor Lock-in: Dein Code gehört dir nicht – Export nur als statisches HTML
  • Kosten skalieren: Bei vielen CMS-Einträgen oder Team-Seats wird es teuer
  • Schweizer Hosting: Server stehen nicht in der Schweiz (relevant für DSGVO/DSG)

WordPress: Stärken und Schwächen

Stärken

  • Flexibilität: Für praktisch jeden Use Case gibt es ein Plugin
  • Schweizer Hosting: Hunderte Schweizer Hoster verfügbar (Infomaniak, Hostpoint, etc.)
  • E-Commerce: WooCommerce ist ein vollwertiges Shop-System
  • Open Source: Kein Vendor Lock-in, volle Kontrolle über den Code
  • Community: Riesiges Ökosystem an Themes, Plugins und Entwicklern

Schwächen

  • Wartung: Updates, Backups, Sicherheits-Patches – laufender Aufwand
  • Performance: Ohne Optimierung oft langsam (Plugin-Bloat, schlechte Themes)
  • Sicherheit: Häufigstes Angriffsziel im Web (wegen Verbreitung)
  • Design-Limitationen: Page Builder wie Elementor erzeugen oft unsauberen Code

Direktvergleich

KriteriumWebflowWordPress
Setup-KostenMittelNiedrig–Mittel
Laufende KostenCHF 20–80/Mt.CHF 10–30/Mt. + Wartung
PerformanceSehr gutGut (mit Optimierung)
SEOGutSehr gut (mit Plugins)
E-CommerceBasisUmfangreich
Design-FreiheitSehr hochHoch (mit Page Builder)
WartungMinimalRegelmässig nötig
Schweizer HostingNein (US/EU CDN)Ja
LernkurveSteil für Nicht-DesignerMittel

Wann Webflow die bessere Wahl ist

  • Marketing-Websites und Landingpages ohne Shop
  • Design-getriebene Marken, die visuell herausstechen wollen
  • Kleine Teams ohne IT-Abteilung (kein Wartungsaufwand)
  • Agenturen, die Websites schnell iterieren müssen

Wann WordPress die bessere Wahl ist

  • E-Commerce mit WooCommerce (komplexe Produkte, Varianten, Abo)
  • Schweizer Datenschutz erfordert lokales Hosting
  • Content-Heavy-Sites mit Tausenden Seiten (Blogs, Verzeichnisse)
  • Budget-Projekte, bei denen laufende SaaS-Kosten kritisch sind

Die dritte Option: Headless & Jamstack

Für performance-kritische Projekte gibt es noch einen dritten Weg: ein Headless CMS (z.B. Storyblok, Contentful) kombiniert mit einem Frontend-Framework wie Astro oder Next.js. Das ergibt:

  • Maximale Performance (statische Seiten, Edge-CDN)
  • Volle Design-Freiheit
  • Schweizer Hosting möglich
  • Aber: höhere Entwicklungskosten

Fazit

Es gibt keine pauschale Antwort. Die richtige Wahl hängt von deinen Anforderungen ab: Budget, Shop-Bedarf, Wartungsbereitschaft und Design-Anspruch. Im Zweifelsfall: Lass dich beraten, bevor du dich festlegst – ein CMS-Wechsel nach Go-Live ist teuer.

Theorie gelesen. Jetzt umsetzen?

Wir machen aus Wissen Ergebnisse.

Verwandte Insights

Verwandte Cases